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| Hornhautverletzungen |
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Die Hornhaut des Auges befindet sich im vorderen Teil des Auges vor der farbigen Iris. Sie ist das „Fenster des Auges“ und daher durchsichtig. Als Teil des optischen Abbildungssystems des Auges ist sie für das Sehen von großer Bedeutung. Da sie empfindlich gegenüber Beschädigungen ist, wird sie vor dem Eindringen von Fremdkörpern durch den äußerst schnellen Schließreflex der Augenlider geschützt. Gelangt trotzdem ein Fremdkörper auf die Hornhaut, kann diese leicht verletzt werden. Glücklicherweise handelt es sich bei den meisten Fremdkörpern um harmlose Staubkörnchen, Wimpern oder Mückchen von denen sich das Auge durch starkes Tränen rasch selbst befreit. Dabei können oberflächliche Kratzer entstehen, die in der Regel innerhalb weniger Stunden von alleine völlig abheilen. Neben solchen kleineren Fremdkörpern, die meist nur oberflächlich die Hornhaut irritieren können, können auch größere Fremdkörper in das Auge gelangen. Vor allem wenn sie mit hoher Geschwindigkeit auf das Auge auftreffen, können sie zu tieferen Verletzungen des Hornhautgewebes führen. In diesem Fall muss unverzüglich ein Augenarzt oder eine Augenklinik aufgesucht werden. Dringen Fremdkörper in die Hornhaut ein oder gelangen durch die Hornhaut in das Auge, man spricht von perforierenden oder penetrierenden Hornhautverletzungen, besteht ein akut behandlungsbedürftiger Notfall. Je nach Schwere der Verletzungen heilen diese unter mehr oder weniger starker Narbenbildung ab. Eine perforierende Hornhautverletzung führt in der Regel zu einer dauerhaften Sehverminderung am betroffenen Auge. Die entstehenden Narben verursachen eine Änderung der ursprünglichen Form der Hornhaut. Da vernarbtes Gewebe der Hornhaut undurchsichtig ist, kann das Sehen stellenweise auch deshalb beeinträchtigt sein. Dadurch ist die optische Abbildung empfindlich gestört. Bevor Contactlinsen angepasst werden, sollte die Verletzung komplett verheilt sein. In der Regel wird eine formstabile Contactlinse benötigt um wieder ein akzeptables Sehen erreichen zu können. Diese korrigiert durch ihre glatte, regelmäßige Vorderfläche weitgehend die optischen Fehler und überbrückt dabei schwimmend die Unregelmäßigkeiten der Narben, so dass nur noch eine Beeinträchtigung durch die Trübungen im Bereich einer undurchsichtigen Narbe besteht.
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