Das ist der Traum vieler Brillenträger: Morgens die Augen aufschlagen und alles scharf sehen. Ist das auch Ihr Traum? Vielleicht haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, sich sogar einer Operation zu unterziehen, um diesem Ziel näher zu kommen. Aber viele scheuen hier das Risiko, das immer mit einem solchen Eingriff einhergeht.
Ist das bei Ihnen auch so? Dann können Sie jetzt auf spezielle Kontaktlinsen zurückgreifen, die genau das Gleiche bewirken wie eine Operation: Gutes Sehen den ganzen Tag über, ganz ohne Hilfsmittel. Die Orthokeratologie-Kontaktlinsen (auch Schlaflinsen, Nachtlinsen, Traumlinsen, Ortho-K-Linsen genannt) werden im Schlaf über Nacht getragen und korrigieren dabei geringe bis mittlere Kurzsichtigkeiten und leichte Hornhautverkrümmung. Diese Wirkung hält dann über den ganzen folgenden Tag an.
Zudem zeigen mittlerweile viele Studien, dass ein weiteres Fortschreiten der Kurzsichtigkeit durch das Verfahren der Orthokeratologie aufgehalten werden kann.
Mit MWdream wird der Traum vom Sehen ohne Hilfsmittel endlich wahr!

Wie funktioniert Orthokeratologie?

Die Idee, die Kurzsichtigkeit durch Verände­rung der Form der Hornhaut zu korrigieren, gibt es schon seit Jahrhunderten und stammt ursprünglich aus China. Dort wurde versucht, durch Auflegen von Sandsäcken auf die Augen Druck auf die Hornhaut auszuüben, um ein besseres Sehen zu erreichen. Seit es Kontaktlinsen gibt, gab es immer wieder Versuche, mit deren Hilfe eine kontrollierte Umformung der Hornhaut zu erzeugen. In den achtziger Jahren konnten schließlich solche Kontaktlinsen entwickelt und gefertigt werden. Das Verfahren der Orthokeratologie wird seither in Asien und den USA ange­wandt und kontinuierlich verbessert. Mit der Entwicklung neuer, extrem sauerstoffdurch­lässiger Materialien, die ein problemloses Tragen von Kontaktlinsen über Nacht gewährleisten, wurden die Orthokeratologie-Kontaktlinsen 2003 in Deutschland zugelas­sen. Auch bei uns im Institut fanden zu diesem Zeitpunkt die ersten Anpassungen und Testläufe statt, bevor wir sie 2004 in unsere Produktpalette aufgenommen haben.

Korrektion im Schlaf

Die Orthokeratologie-Kontaktlinsen werden während der Nacht getragen und korrigieren die Fehlsichtigkeit im Schlaf durch kontrol­lierte Umformung der Hornhaut. Die Gewe­bezellen der äußeren Hornhautschicht sind sehr flexibel und bilden keinen festen Zellverband wie beispielsweise unsere Körper­haut. Die speziell geformten Kontaktlinsen bei der Orthokeratologie werden bei ge­schlossenem Auge getragen und üben mit Hilfe der Augenlider zentral einen leichten Druck auf die Hornhaut aus. Sie verschieben einen Teil des Hornhautgewebes seitlich weg ohne dabei die Hornhaut zu verletzen. Dadurch wird das Zentrum der Hornhaut flacher, in den äußeren Bereichen sammelt sich das verschobene Gewebe. Die Kontaktlinsen haben an dieser Stelle einen Hohl­raum, um Platz für diese Zellen zu schaffen. Bei regelmäßiger Verwendung dieser spe­ziellen Kontaktlinsen wird ein stabiles Sehen ohne zusätzliche Kontaktlinsen oder Brille für mindestens 16 Stunden erreicht.

Die Umformung der Hornhaut kann gut sichtbar gemacht werden durch die so genannte Hornhaut-Topografie, eine indivi­duelle Landkarte, welche die Form der Hornhaut zeigt. Die oberen Abbildungen zeigen die Hornhautform vor dem Tragen einer Orthokeratologie-Kontaktlinse, die unteren nach dem Tragen. Hier ist die Änderung der Hornhautform deutlich zu erkennen.

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Operation oder Orthokeratologie?

Vielleicht denken Sie auch über eine Opera­tion nach, um Ihre Kurzsichtigkeit zu beheben. Im Gegensatz zu einer Laser-Operation oder der Implantation einer Linse in das Auge ist das Orthokeratologie-Verfahren sehr sicher und vor allem vollständig reversibel, das heißt, wenn Sie keine Orthokeratologie-Kontaktlinsen mehr tragen möch­ten, geht die Hornhaut wieder in ihre ursprüngliche Form zurück, Sie benötigen wieder die gleiche Stärke wie zuvor. Im Klar­text: Wenn Sie mit dem Sehen bei Orthokeratologie nicht zufrieden sind, können Sie einfach aufhören und wieder tagsüber Kontaktlinsen oder Brille tragen.

Die Eignung für Orthokeratologie kann nur durch ausführliche Voruntersuchungen fest­gestellt werden. Allerdings gibt es einige grundlegende Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen. Das Verfahren ist ausschließlich zur Korrektur von geringer bis mittlerer Kurzsichtigkeit bis ca. sechs dpt und geringem Astigmatismus geeignet.

Aber nicht allein die Fehlsichtigkeit, sondern auch die physiologischen Bedingungen am Auge sind entscheidend dafür, wer für das Tragen von Orthokeratologie-Kontaktlinsen geeignet ist. Die Augen müssen gesund sein. Liegen Erkrankungen der Hornhaut, der Bin­dehaut, der Augenlider oder Hornhautnarben vor, ist Orthokeratologie nicht möglich. Auch nach operativen Eingriffen an den Augen wie einer Laser-Behandlung der Hornhaut oder einer Hornhaut-Transplantation können diese Kontaktlinsen nicht getragen werden. Außer­dem stellen bestimmte systemische Erkran­kungen, z.B. Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen wie Diabetes mellitus, Ausschlusskriterien dar.

Orthokeratologie bedingt besonders sorgfäl­tigen Umgang mit den Kontaktlinsen hin­sichtlich der Handhabung und der Hygiene. Außerdem erfordert das Tragen von Orthokeratologie-Kontaktlinsen eine zeitintensivere Anpassungsphase und die Bereitschaft, die häufigen Nachkontrollen einzuhalten. Zudem ist es wichtig, dass Sie regelmäßig sechs Stunden schlafen, dies ist die erforderliche Mindesttragezeit, um den Orthokeratologie-Effekt zu erreichen.

Die MWdream Kontaktlinsen sorgen im Schlaf dafür, dass Sie am Tag wieder scharf sehen – ohne Operation, ohne Kontaktlinsen, ohne Brille. Das klingt ganz nach der Erfüllung eines Traums? Dann beraten wir Sie gern persönlich oder Sie informieren sich schon einmal vorab in unserer Broschüre am Endes des Artikels.

Vereinbaren Sie doch einfach einen unver­bindlichen Termin bei uns und besprechen mit Ihrem Kontaktlinsen-Spezialisten, ob Sie für Orthokeratologie geeignet sind.

Video Orthokeratologie