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Einnahme von Medikamenten Bei der Einnahme von Medikamenten kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, die auch das Auge beeinflussen können. Dies betrifft nicht nur Medikamente, die direkt am Auge angewendet werden, sondern auch die systemische Einnahme. So können Medikamente beispielsweise zu starker Trockenheit am Auge oder zu Veränderung der Werte und damit zu schlechterer Verträglichkeit von Contactlinsen führen. Zu solchen Medikamenten gehören unter anderem Blutdruckmedikamente, Antirheumatika, Antihistaminika, Psychopharmaka, Glaukompräparate, Hormone aber auch Mittel gegen Erkältungskrankheiten und Vitamine. Teilen sie uns daher bitte immer mit, ob und welche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel Sie einnehmen, damit wir dies bei der Wahl der Contactlinsen und Pflegeprodukte berücksichtigen können.
Allergie Eine Allergie ist eine Störung des Immunsystems. Eigentlich unschädliche und von den meisten Menschen tolerierte Stoffe werden vom Immunsystem als "gefährlich", als Allergen eingestuft. Dies führt beim ersten Kontakt mit diesem Stoff zur Bildung von Antikörpern.
Bei allen folgenden Kontakten kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems, da der Körper diesen Stoff nun für einen Krankheitserreger hält und ihn genau wie bei einer anderen Infektion bekämpft.
Die beiden bekanntesten Allergie-Typen sind:
- Soforttyp-Allergie (z.B. auf Pollen, Nahrungsmittel, Insektenstiche)
- Die häufigsten Symptome sind Juckreiz in der Nase, heftiges Nasenlaufen, Hautreizungen, Magen-Darm-Störungen oder Atemnot. Sie treten bereits innerhalb weniger Augenblicke nach Kontakt mit dem Allergen auf.
- Spättyp-Allergie (z.B. auf Metalle, Konservierungsstoffe, Farbstoffe) Die Immunstörung macht sich hier teilweise erst nach 1-3 Tagen bemerkbar. Der Körper reagiert bei dieser Allergie-Form meist mit einem Hautausschlag (Kontaktekzem).
Zwar sind Allergien schon sehr lange bekannt, doch wird seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ein stetiger Anstieg der Erkrankungen registriert. Nach Angaben des Ärzteverbandes deutscher Allergologen hat sich allein von 1995 bis 2000 die Zahl der Asthma- und Heuschnupfen-Erkrankten im Alter von 6-7 Jahren um 30% erhöht. Neben genetischen Faktoren werden die Ursachen auch in der steigenden Umweltbelastung und in unseren veränderten Lebensgewohnheiten gesehen.
Generell können auch Allergiker Contactlinsen tragen. Die Materialien unserer Contactlinsen sind alle getestet und eine Allergie darauf kann nahezu ausgeschlossen werden. Bei einigen älteren Pflegemitteln können die darin enthaltenen Konservierungsstoffe eine allergische Reaktion auslösen. Bitte sprechen Sie bei Problemen mit Ihrem Contactlinsenanpasser. Wenn bei Ihnen bereits Allergien festgestellt wurden, dann bringen Sie zur Anpassung bitte Ihren Allergie-Pass mit.
Allergie - Auswirkungen am Auge Eine Allergie kann im Körper viele Auswirkungen habe beispielsweise erweiterte Blutgefäße, Ödeme und vieles mehr. Speziell am Auge kann es zu folgenden Reaktionen kommen:
- Juckreiz
- erhöhter Tränenfluss
- Schwellung der Bindehaut
- stärkere Durchblutung und dadurch Rötung der Bindehaut
- Schwellung der Hornhaut mit starker Lichtempfindlichkeit
Bei längerem Anhalten dieser Reaktionen kann es auch zu einer Schwellung der Augenlider oder zu einer allergischen Bindehautentzündung kommen.
Diese Symptome können den Tragekomfort Ihrer Contactlinsen reduzieren. In einigen wenigen Fällen sollte zeitweise auf das Tragen von Contactlinsen verzichtet werden, zum Beispiel bei einer starken allergischen Reaktion bei Heuschnupfen. Sprechen Sie am besten mit ihrem Allergologen oder ihrem Contactlinsenanpasser ab, ob Sie in Ihrer Allergie-Zeit auf ihre Contactlinsen verzichten sollten.
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